Dieses Juni-Bild kann man kaufen!
      Der Juni

Im Juni glaubt man, nun sei endlich der Sommer da, und meist stimmt das auch. Aber es gibt durchaus Jahre, in denen der Winter sich im Juni noch einmal mit Frost und Schneefällen zurückmeldet, wie zum Beispiel 1695 oder 1430. 1658 dagegen endete der Winter erst in der zweiten Juni-Woche! Er war extrem streng und wurde nur durch einen markanten milden Abschnitt im März unterbrochen, der gewaltige Überschwemmungen verursachte. Nachdem er im Juni endlich zu Ende ging, gab es einen sehr raschen Übergang zu heißem Sommerwetter. Der furchtbar strenge Winter 1739/40 dauerte von der letzten Oktoberwoche 1739 bis Mitte Juni 1740.

Es ist auch schon vorgekommen, daß der Winter praktisch ausgefallen ist, es dafür aber im Juni kräftig geschneit hat, so zum Beispiel in den höheren Lagen von Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz am 7. und 8. Juni 1420.

Sehr selten ist ein Orkan im Juni. Einen besonders schweren gab es in Deutschland Ende Juni 1474. Am 26. und 27. Juni 2007 zog ein schwerer Sturm über Deutschland, der an der Ostsee kräftige Orkanböen brachte. Eine Nordsee-Sturmflut gab es am 19. und 20. Juni 1635.

Viel häufiger sind Gewitter, manchmal sehr heftig und mit Hagel. Gelegentlich kann dieser sogar für Mensch und Vieh tödlich sein, wie zum Beispiel im Moseltal und in Teilen Ostdeutschlands im Juni 1120 oder am 20. Juni 1427 im Großraum Würzburg. Im Juni 1529 tobten in Süddeutschland vier Tage lang, vom 13. bis zum 16., heftige Hagelunwetter. Furchtbar war auch das schwere Hagelunwetter vom 24. Juni 1693 in Köln und Umgebung: Nach einem sehr heißen Sommertag verfinsterte sich nachmittags der Himmel, und am frühen Abend brach ein entsetzliches Unwetter los, das die ganze Nacht hindurch mit ungewöhnlicher Gewalt tobte. Die Donner, die den zahllosen Blitzeinschlägen folgten, waren von unerhörter Lautstärke und ließen den Boden zittern. Besonders die nördlichen Stadtteile Kölns wurden schwer getroffen. Dort wurde jedes zweite Haus durch dieses schwerste aller bekannten Unwetter in der Geschichte des Großraums Köln stark beschädigt oder zerstört.

Nicht annähernd so schlimm, aber doch lebensgefährlich: Das Unwetter, das am 9. Juni (Pfingstmontag) 2014 in NRW sechs Menschen das Leben kostete und zum Beispiel Düsseldorf für eine Weile geradezu lahmlegte. Es fiel vor allem durch selbst für erfahrene Meteorologen unerwartet rasante Annäherung und nachgewiesene Böen von bis zu 142Km/h auf. Zigtausend Bäume stürzten um. Die Schäden lassen darauf schließen, dass die Spitzenböen zwischen den Wetterstationen gut über 150Km/h erreichten.

<<