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Ein Buchtipp und ein Filmtipp << Mich beschäftigt zur Zeit sehr die zunehmende Armut in Deutschland, die aus meiner Sicht sehr gravierende Folgen für die Entwicklungschancen von Kindern und für die Ausbreitung brutaler Gewalt hat. Hier für alle, denen dies nicht egal ist, ein Buch- und ein Filmtipp: "Wie lange noch" von Rainer Schmidt Aus Sicht des 18-jährigen Felix wird eine kleinstädtische Welt geschildert, die Erwachsenen entweder verborgen bleibt, oder vor der sie die Augen verschließen. Eine Welt, in der regiert, wer mit breiten Schultern und rausgeschlagenen Zähnen daherkommt. Eine Welt, in der ein normaler Jugendlicher stets in Angst leben muss, brutal zusammengeschlagen zu werden. Eine, in der große Anteile der Einwohner einer Stadt in Hoffnungslosigkeit leben. In der sogar die schwangere Freundin eines Schlägerbandenbosses so brutal geschlagen und getreten wird, dass das Ungeborene stirbt, und sie beinahe ebenfalls, der Täter jedoch nichts zu befürchten hat, weil Zeugen es nicht wagen würden, gegen ihn auszusagen. "Teufelsbraten" von Hermine Huntgeburth Verständnislos begegnet eine Arbeiterfamilie in der Nachkriegszeit einer Tochter mit hoher Sprachbegabung und Interesse an der Literatur. Hier hat man sich nach klaren und harten Regeln zu richten. Wer anders ist als die anderen, der hat ein Problem. Strenge Religiösität trägt hier nicht etwa zur Toleranz bei, sondern dient als Argument gegen das Kind, das als "Teufelsbraten" angesehen wird. Seelische Unterstützung durch den Großvater und spätere Hilfe von außen helfen dem armen hochbegabten Mädchen, nicht unterzugehen und es trotz erheblicher Widerstände auf das Gymnasium zu schaffen. Der Film ist auf DVD erhältlich. Herzliche Grüße Armin Opherden |